Knud Schmidt zum Versmolder Bürgermeister vorgeschlagen

Nun ist es auch ganz offiziell: Knud Schmidt soll neuer Bürgermeister von Versmold werden. Er soll die Segel für die Stadt setzen und Versmold wieder auf Kurs bringen. Die Versmolder SPD hat ihn am Donnerstagabend in ihrer Versammlung in der Aula der Stadt ganz offiziell vorgeschlagen. Der Weg ist also eröffnet.

Patrick Schlüter, Vorsitzender der SPD in Versmold, führte ein und ließ keinen Zweifel daran, dass Knud Schmidt der Richtige ist, um Versmold wieder zu alter Stärke zu verhelfen. Das Bürgermeisteramt sei kein Parteiamt. Es sei nicht wichtig, ob ein Bürgermeister einer Partei angehöre, sondern ob er was könne. Und darum sei die Wahl der SPD auf den parteilosen Knud Schmidt gefallen.

Der in Schleswig-Holstein aufgewachsene aussichtsreiche Anwärter auf das Spitzenamt im Rathaus war vor zehn Jahren nach Versmold gekommen, um den hiesigen CJD Standort zu steuern. Am Donnerstagabend machte Knud Schmidt  nun deutlich, wie er die Segel für die stolze Stadt Versmold setzen wird, wenn er im September zum Bürgermeister gewählt wird. Und seine 45minütige Programmrede für ein vitales Versmold kam an. Immer wieder wurde er vom Applaus der Anwesenden SPD-Mitglieder unterbrochen. Am Ende gab es Standing Ovations.

Dialog als Leitline des Handelns

„Leitlinie meines Handelns wird immer der Dialog sein“, stellte Knud Schmidt klar. Zuhören und nicht Vorgeben, den Menschen etwas zutrauen, das ist bei ihm Programm. Und das wird auch schon rege wahrgenommen. Auf seine Postkartenaktion „Meine beste Idee für Versmold“ gab es schon viele richtig gute Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Und dann stieg der Kaufmann und Theologe mit jahrelanger Führungserfahrung, der ganz bewusst keiner Partei angehört sehr konkret in die Inhalte ein.

Schule, Innenstadt und Wohnen

Er werde auf Bildung und Ausbildung, auf Schule und Kita setzen. „Wenn ich gewählt werde, werde ich gleich nach dem Amtsantritt die Schulleitungen einladen und eine Bestandsaufnahme im Hinblick auf die Erfordernisse einer modernen Schule machen. Wir müssen in unsere Schulen investieren“, kündigte Knud Schmidt an, fast schon als Antwort auf Patrick Schlüter, der zuvor unterstrichen hatte, wie wenig Dialog mit Schulen in den letzten Jahren aus dem Rathaus angeboten wurde. „Kommunale Schulpolitik ist so immens wichtig für unsere Kinder und Jugendlichen, dass ich diese nicht anderen überlassen will.“

Für die Innenstadt, die nicht zuletzt durch die überlange und mit Mängeln behaftete Bauphase stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, kündigte Knud Schmidt an: „Wir brauchen eine Innovation eine gemeinsame Anstrengung.“ Diese solle durch die Stadtverwaltung initiiert und begleitet werden, stellt er sich eine aktivierende Verwaltung vor. Kreative Ideen müssten her, die noch wichtiger seien als die Farbe von Pflastersteinen in der Innenstadt. Das sei Wirtschaftsförderung im besten Sinne. Er werde nach seiner Wahl zum Bürgermeister daher zu einer gemeinsamen Reihe von Innovationsworkshops für den Einzelhandel einladen. „Andere Kommunen sind so einen Weg bereits erfolgreich gegangen.“

Dass Menschen in Versmold gut wohnen können, wird ein weiterer Schwerpunkt von Knud Schmidts Amtszeit sein. „Ermöglichung von Wohneigentum ist auch immer Sozialpolitik und Altersvorsorge“, setzt er den Kurs in Richtung behutsame Ausweisung von Wohnbauland. Aber auch auf den Mietwohnungsbau müsse wieder verstärkt das Augenmerk gerichtet werden, denn nicht alle Menschen in Versmold könnten sich eine Eigentumswohnung leisten. „Es kann doch nicht Ziel sein, dass Menschen dauerhaft in Sammelunterkünften leben!“, rief Knud Schmidt seinen nicht nur an dieser Stelle stark applaudierenden Zuhörenden in der Versmolder Aula zu.

Mobilität, Wirtschaft und Jugend

Den Öffentlichen Nahverkehr werde er erneut auf die Tagesordnung setzen, um in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen bessere Busverbindungen mit einem einfacheren Ticketsystem und deutlich günstigeren Fahrpreisen für die Region zu erreichen. Einen stabilen Wirtschaftsstandort, der die ökologischen Herausforderungen im Blick hat – auch darauf werde er setzen, kündigte Knud Schmidt für Versmold an.

Als jemand, der in Kirche und CJD sein Leben lang für und mit Jugendlichen gearbeitet hat, wird er gerade auch für die jüngere Generation neue Akzente setzen. „Planspiele zur Kommunalpolitik für Jugendliche sind sicher gut. Echte Partizipation ist besser“, wird Knud Schmidt sich für ein Jugendparlament in Versmold einsetzen, wenn er im September zum Versmolder Bürgermeister gewählt wird. „Ich erlebe in meiner Arbeit eine politisch interessierte Jugend.“ Da wolle er Engagement wecken und ermöglichen. „Und es ist nicht so, dass Erwachsene immer besser wissen, was für die Jugendlichen gut und richtig ist.“

Seine lebendige und immer wieder von Applaus unterbrochene Rede machte allen klar: Da macht sich einer auf den Weg, Bürgermeister von Versmold zu werden, von dem die Menschen in der Stadt einiges erwarten können. Knud Schmidt ist ein echter Fachmann, kein Parteimeier. „Endlich bekommt Versmold wieder eine echte Perspektive“, war aus den Reihen der Anwesenden zu hören. Vertrauen und Verbinden will Knud Schmidt setzen. Vertrauen verbindet.